Bei einem Coaching wird der Student mit seinem Pferd intensiv in der Grundausbildungsphase begleitet.
Dies beinhaltet Ground work / Riding
In diesem Konzept wird nicht nur das Schwergewicht auf den Student gesetzt, sondern auch auf das Pferd. Ziel ist es in kurzer Zeit viel zu erreichen.
Als Mensch sucht man sich sein Pferd aus und beschreitet einen Weg. Dieses Konzept heisst:
Menschen bilden Pferde aus und Pferde bilden Menschen aus
Dies ist das Konzept, in dem der Mensch sein Pferd bis zum Ende der Grundausbildung begleitet.
Das Coaching ist kein Ersatz für dieses Konzept
Coaching ist für folgende Menschen und Pferde geeignet:
Schwierige Pferde (Hengst)
Junge Pferde
Sehr unsichere und ängstliche Menschen und Pferde
Unerfahrene Menschen und Pferde
Menschen mit sehr hohen Zielen
Ziel ist es durch die Unterstützung des Coach mit einem minimum an Aufwand, ein Maximum zu erreichen. Die Aufgabenstellung kann für das Pferd anders sein als für den Menschen. Ich werde bei jeder Aufgabe das Pferd bitten den Weg zu mir zu finden. Gleichzeit mache ich dasselbe mit dem Menschen. Wenn beide zu mir gefunden haben, mache ich den Schritt zurück und der Mensch findet den Weg zum Pferd und umgekehrt.
Der Coach bildet Mensch und Pferd gleichzeit aus
Beispiele Coaching
FOHLENAUSBILDUNG
Charakter:
+ zutraulich + aufmerksam
Jungpferdeausbildung sowie Fohlenausbildung bildet eine grundlegende Basis um spielerisch wichtige Aufgaben zu lösen. Die Stute wird, wie das Fohlen, gleichzeitig in die Ausbildung integriert. Wichtig sind zu diesem Zeitpunkt, bei Fohlen die ein paar Monate alt sind, sich mit allen Hilfsmitteln die man später zur Bodenarbeit verwendet, anzunähern und zu berühren.
Fohlen untersuchen sehr stark ihre Umwelt mit dem Maul. Alles was ins Maul genommen wird beisst nicht! Wir versuchen als Mensch den Fohlen deshalb so früh wie möglich unsere Finger in den Mund zu stecken um das Vertrauen aufzubauen das benötigt wird für spätere Aufgaben. Dies ist auch ein Vertrauensaufbau zwischen uns und dem Fohlen im Allgemeinen. Somit können auch Unartigkeiten wie das Beissen minimiert werden.
Unsere Hand ist auch ein Hilfsmittel wie ein Halfter, ein Seil oder ein Stock!
MIRO mitNADINE
Pferdecharakter:
+ Genau + Einfallsreich + Trittsicher
- zögerlich - kritisiert sich selbst - viel Impulsion
Dieser Typ Pferd braucht viel Zeit und Verständnis aber auch Konsequenz im Umgang, ohne dabei seine Leistungen zu kritisieren.
Alle Übungen müssen mit sehr viel Abwechslung gemacht werden, damit keine Langeweile entsteht und somit klare Resultate erreicht werden können.
AISHA mit GABI
Pferdecharakter:
+ Liebenswürdig + Willig + viel Ambition in die Bewegung
- viel Impulsion - Balanceschwierigkeiten - Gewichtsverteilung des Körpers
Bei solchen Pferdecharakteren ist es wichtig die Balance zwischen der Bewegung des Pferdes und des Menschen herzustellen.
Dies kann nicht erreicht werden mit ziehen am Zügel oder vorwärts Treiben mit den Beinen!!! (ständig Ho- oder Hü- Effekt)
Das Pferd soll durch eine Reitfigur lernen seine Balance mit dem Reiter zu finden. Es gibt Figuren die ein Pferd natürlich langsamer oder schneller machen können.
Nicht die Versammlung gibt die Figur, sondern die Figur gibt die Versammlung.